Das Sarkomzentrum Bern ist eines der führenden Zentren der Schweiz zur Behandlung von gut- und bösartigen Tumoren des Weichteilgewebes und des Knochens.

Sarkome sind sehr seltene, bösartige Tumore, die vom Stütz- oder Bindegewebe ausgehen. Am häufigsten treten sie an Armen und Beinen auf, können jedoch im ganzen Körper vorkommen. So entstehen z.B. die GIST Tumore (gastrointestinale Stromatumore) im Bauchraum. Insgesamt sind über 100 verschiedene Sarkomarten bekannt. Sie können nach ihrem Ursprung eingeteilt werden in:

  • Knochensarkome (u.a. Osteosarkom, Chondrosarkom, Ewing-Sarkom)
  • Weichteilgewebssarkome (u.a. Liposarkom, Leiomyosarkom, Rhabdomyosarkom, Angiosarkom, Synovialsarkom)
  • GIST (gastrointenstinale Stromatumore)

    Bei Verdacht auf ein Sarkom oder GIST führen wir umgehend alle notwendigen Untersuchungen, einschliesslich einer Gewebeprobe, durch. Nach der Diagnosesicherung erstellt ein Team aus erfahrenen Tumorexpertinnen und -experten Ihr individuelles Behandlungskonzept und bespricht dieses ausführlich mit Ihnen.

    «Wir setzen alles daran, unseren Patientinnen und Patienten die bestmögliche Therapie nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zu bieten und die unerwünschten Auswirkungen der Behandlung auf dem absoluten Minimum zu halten.»

    Wir unterstützen Sie und Ihre Angehörigen in dieser Zeit der Angst und Ungewissheit gerne und stellen Ihnen ab dem ersten Gespräch einen Patientencoach zur Seite.

    Was ist ein Sarkom?

    Das Sarkom ist ein bösartiger Tumor, der vom Stütz- bzw. Bindegewebe ausgeht. Zum Stützgewebe gehören zum Beispiel unsere Knochen, Muskeln und auch das Fettgewebe. Sarkome sind sehr seltene Tumore und machen unter 1% aller Neuerkrankungen pro Jahr in der Schweiz aus.

    Was ist ein GIST?

    Ein GIST ist ein Weichteilgewebstumor des Magendarmtraktes. Am häufigsten kommen GIST im Magen vor.

    Was bedeutet die Diagnose Sarkom/GIST für mich?

    Die Diagnose eines bösartigen Tumors stellt für jede Patientin und jeden Patienten ein einschneidendes Ereignis dar. Zuerst muss die Diagnose gesichert werden, was viele Untersuchungen nach sich zieht. Diese Zeit ist meist durch Angst und Ungewissheit vor der Zukunft geprägt. Sind die Resultate da, entwickelt ein Team von Spezialisten einen individuellen Behandlungsplan für Sie. Die Ergebnisse der Abklärungen, Heilungsmöglichkeiten durch Therapien werden anschliessend ausführlich mit Ihnen besprochen.

    Wie diagnostiziert man ein Sarkom/GIST?

    Um die Diagnose zu sichern und die Ausbreitung des Sarkoms /GIST festzustellen finden verschiedene Untersuchungen statt. Verdächtige Raumforderungen werden zuerst durch Röntgenuntersuchungen beurteilt. In einem weiteren Schritt braucht es häufig noch eine Gewebeprobe des Tumors, bei der die Tumorart genau bestimmt werden kann und Aussagen über gut- oder bösartig getroffen werden können.

    Wie wird ein Sarkom behandelt?

    Sobald alle Resultate vorliegen, werden diese von Spezialisten aller Fachgebiete beurteilt, die bestmögliche Therapie bestimmt und so schnell wie möglich eingeleitet.
    Die Behandlung hängt von der Diagnose ab. Eine Operation, Chemotherapie oder Strahlentherapie ist meist mit körperlichen Einschränkungen und auch psychischen Belastungssituationen verbunden. Jedoch wird sie trotzdem häufig als angenehmer empfunden als die Zeit vor dem Therapiebeginn.

    Was geschieht nach der Therapie?

    Nach Abschluss der Therapie wird mit dem Ziel, einen Krankheitsrückfall früh zu entdecken, ein Nachsorgeplan zusammengestellt. Hiermit wird eine regelmässige Betreuung auch nach der Therapie sichergestellt.