Das Sarkomzentrum besteht aus einem fachübergreifendem Team, welches auf die Behandlung von gut- und bösartigen Tumoren des Knochens und des Weichgewebes spezialisiert ist. Sarkome sind sehr seltene bösartige Tumore, die vom Stütz- oder Bindegewebe ausgehen. Am häufigsten treten sie an Armen und Beinen auf, können jedoch im ganzen Körper vorkommen. Insgesamt sind über 100 verschieden Sarkome bekannt. Sarkome können nach ihrem Ursprung eingeteilt werden in: 

  • Knochensarkome (u.a. Osteosarkom, Chondrosarkom, Ewing-Sarkom)
  • Weichgewebssarkome (u.a. Liposarkom, Leiomyosarkom, Rhabdomyosarkom, Angiosarkom, Synovialsarkom)

Bei Verdacht auf ein Sarkom führen wir umgehend alle notwendigen Untersuchungen einschliesslich einer Gewebeprobe, die meist in lokaler Betäubung erfolgen kann, durch. Nach der Diagnosestellung erstellt ein Team aus erfahrenen Tumorexpertinnen und -experten Ihr individuelles Behandlungskonzept und bespricht dieses ausführlich mit Ihnen.

«Wir setzen alles daran, unseren Patientinnen und Patienten die bestmögliche Therapie nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zu bieten und die unerwünschten Auswirkungen der Behandlung auf dem absoluten Minimum zu halten.»

Wir unterstützen Sie und Ihre Angehörigen in dieser Zeit der Angst und Ungewissheit gerne und stellen Ihnen ab dem ersten Gespräch einen Patientencoach zur Seite.

Was ist ein Sarkom?

Das Sarkom (vom griechischen «Fleisch», «Weichteile», «Geschwulst») ist ein bösartiger Tumor, der vom Stütz- bzw. Bindegewebe ausgeht. Zum Stützgewebe gehören zum Beispiel unsere Knochen (Osteosarkom), Muskeln (Leiomyosarkom, Rhabdomyosarkom) und auch das Fettgewebe (Liposarkom). In Abhängigkeit von der Ursprungszelle oder des –organes werden die Sarkome in über 100 Unterarten eingeteilt. Sarkome sind sehr seltene Tumore (<1% aller Tumorerkrankungen, ca. 400 Neuerkrankungen/Jahr in der Schweiz). Sie können im ganzen Körper vorkommen, sind jedoch am häufigsten an Armen und Beinen (in ca. 70% der Fälle) anzutreffen.

Was bedeutet die Diagnose Sarkom für mich?

Die Diagnose eines bösartigen Tumors stellt für jeden Patienten ein einschneidendes Ereignis dar. In der Zeit kurz vor und nach der endgültigen Diagnose finden viele Untersuchungen statt, um die Diagnose zu sichern und um die Ausbreitung des Sarkoms festzustellen (Röntgenuntersuchungen, Gewebeprobe des Tumors etc.). Von diesen Resultaten hängt das Ziel der Therapie und die Therapiearten daselbst ab. Diese Zeit ist meist durch Angst und Ungewissheit vor der Zukunft geprägt. Sobald alle Resultate vorliegen werden diese von Spezialisten aller Fachgebiete beurteilt, die bestmögliche Therapie empfohlen und so rasch wie möglich eingeleitet. Obwohl die Therapie, sei es Operation, Chemotherapie, Strahlentherapie meist mit körperlichen Einschränkungen und auch psychischen Belastungssituationen verbunden ist, wird dieser Abschnitt häufig als angenehmer empfunden als die Zeit vor dem Therapiebeginn. Nach Abschluss der Therapie wird mit dem Ziel einen Krankheitsrückfall früh zu entdecken ein Nachsorgeplan zusammengestellt. Hiermit wird eine regelmässige Betreuung auch nach der Therapie sichergestellt.